Überblick

Chronik 2005

Sängervereinigung 1842
Nieder-Olm e.V

 

Mainzer Rheinzeitung - Ostern 2005

Projekt Requiem

Sängervereinigung plant Kirchenkonzert

NIEDER-OLM.      Das "Requiem" von Mozart will die Sängervereinigung Nieder-Olm am 20. November, 17 Uhr, in der katholischen Kirche aufführen. Wie der seit einem Jahr im Amt befindliche Chorleiter Christoph-Hellmut Mahling mitteilte, sollte es nach vielen weltlichen Konzerten wieder einmal ein geistliches Konzert geben. Er selbst habe zu Mozart eine besondere Beziehung, da er unter anderem längere Zeit an der Neuen Mozart-Ausgabe mitgearbeitet und dort zum Beispiel die Violinkonzerte ediert habe.
Zudem sein das "Requiem" auch im Hinblick auf das Mozart-Jahr 2006 ausgewählt worden. Die Auf führung sei "sozusagen eine vorgezogene Ehrung auch des Komponisten Mozart", Da Mozart das Werk nicht mehr vollenden konnte, habe er sich für die von Süßmeyer ergänzte Fassung entschieden.
Die Sängervereinigung möchte das Werk aber nicht alleine präsentieren: "Wir möchten die Erarbeitung dieses großartigen Werkes zugleich als Projekt anbieten, an dem möglichst viele Interessierte teilnehmen können", so Chorleiter Mahling. Der evangelische Kirchenchor beteilige sich und auch andere interessierte Sänger seien zum Mitmachen eingeladen. Proben sind immer mittwochs, 19.30 Uhr, Camarahaus und montags, 20 Uhr, im evangelischen Gemeindezentrum.

Allgemeine-Zeitung-Mainz - vom 06.04.2005

Eine vorgezogene Ehrung für Mozart

Sängervereinigung plant Requiem-Projekt
hol/red. NIEDER-OLM


Der gemischte Chor der Sänger­vereinigung'1842 Nieder-Olm arbeitet an einem ehrgeizigen
Projekt. Am 20. November soll Mozarts "Requiem" mit einem 45-köpfigen Chor, vier Solisten
und einem Orchester aufgeführt werden. Weitere Sänger sind willkommen. Über Einzelheiten
sprach die AZ mit Professor Christoph-Helmut Mahling (72), der vor einem Jahr die musikalische Leitung des gemischten Chors übernommen hat.

Frage: Unter dem Motto "musica - die ganz lieblich kunst" hat der Chor in Nieder-Olm zuletzt im Oktober den Bogen von der Romantik bis zur Moderne gespannt. Jetzt überraschen Sie mit einem ganz anderen Projekt.
Mahling: Nach zahlreichen weltlichen Konzerten war es der Wunsch der Sängervereini­gung, einmal wieder ein geistliches Konzert zu veranstalten. Daher haben wir uns für ein Kirchenkonzert und für eines der schönsten geistlichen Werke Wolfgang Amadeus Mozarts entschieden - für das Re­quiem.
Frage: Stimmt es, dass Sie zu Mozart und seinen Werken ei­ne besondere Beziehung haben?
Mahling: Ja, ich habe lange an der Neuen Mozart-Ausgabe mitgearbeitet und dort die Violinkonzerte ediert, aber auch andere Arbeiten zu Leben und Werk Mozarts vorgelegt.
Frage: Kann man schon et­was zum Konzertinhalt sagen?
Mahling: Das Requiem wur­de von mir auch im Hinblick auf das Mozart-Jahr 2006 ausgewählt. Die Aufführung, die in der zeitlichen Nähe zu Mozarts 250. Geburtstag stattfinden wird, ist sozusagen auch eine vorgezogene Ehrung des Komponisten. Mozart konnte sein Werk nicht mehr selbst vollenden. Obwohl es mehrere neuere Versuche der Ergänzung gibt, habe ich mich für die von Süßmeyer ergänzte Fassung entschieden.
Frage: Wer wirkt an diesem Programm noch mit?
Mahling: Wir möchten die Erarbeitung, dieses großartigen Werkes zugleich als Projekt anbieten, an dem möglichst viele Interessierte teilnehmen können. So wird sich unter anderen auch der Evangelische Kirchenchor Nieder-Olm beteiligen. Weitere interessierte Sängerinnen und Sänger sind zum Mitmachen eingeladen. Die Proben finden mittwochs um 19.30 im Camarahaus oder montags um 20:00 im evangelischen Gemeindezentrum statt.
Frage: Wo und wann wird das Konzert stattfinden?
Mahling: Die Aufführung ist für Totensonntag, 20. Novem­ber, 17 Uhr, in der katholi­schen Pfarrkirche Nieder-Olm geplant. Wir freuen uns über jeden, der entweder durch Mitwirken oder durch seinen Besuch des Konzertes unser Vorhaben unterstützt.

Kontakt

  • Sängervereinigung 1842 Nieder-OIm, Gemischter Chor
    Schöfferstraße 14
    55268 Nieder-Olm
  • Informationen beim Vor­sitzenden Edmund Laux,
    Te­lefon: 06136/924173
    In­ternet: www.saengervereinigung-nieder-olm.de.

Nachrichten-Blatt - vom 7. Juli 2005

    57-jährige Treue zum Verein

      Im Rahmen einer Geburtstagsfeier hat der gemischte Chor der Sängervereinigung 1842 Nieder-Olm unter der Leitung seines Chorleiters Prof. Dr. Christoph-Helmut Mahling seinem Ehrenmitglied Eberhard Crass zum 80. Geburtstag gratuliert. Mit 57 Mitgliedsjahren, davon 41 Jahre als aktives Chormitglied im gemischten Chor hat Eberhard Crass Vereinsgeschichte geschrieben. Unvergessen seine solistischen Darbietungen in den vergangenen Jahrzehnten, unvergesslich seine Zeit im Chor. Gerne erinnern sich die Chormitglieder daran, weshalb es selbstverständlich war, bei ihm zum runden Geburtstag einen Strauß bunter Melodien darzubieten. Vorsitzender Edmund Laux überreichte im Namen aller Chormitglieder eine CD-Aufnahme vom 125jährigen Vereinsjubiläum (siehe Bild), bei dem er und sein Bruder Franz Crass im Jahre 1967 als Solisten mitwirkten. In froher Runde verabschiedeten sich die Chormitglieder mit dem "Frohen Sängermarsch".                                                                                Text/Foto: Lx.

 

Pressemitteilung vom 13. September 2005

Bundesverdienstkreuz am Bande an Erich Breitmann

Neustadt an der Weinstraße / Nieder-Olm. Im Rahmen einer Feierstunde hat der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt an der Weinstraße, Dr. Klaus Weichel, im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler an Erich Breitmann aus Nieder-Olm das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein vielfältiges ehrenamtliches Wirken auf dem Gebiet der Musik und des Chorgesangs, überreicht.  

Unser Bild zeigt (von links) Landrat Claus Schick, den 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Nieder-Olm Erwin Malkmus, Bürgermeister Reinhard Küchenmeister, Erich Breitmann und Präsident Dr. Klaus Weichel.


Der gemischte Chor der Sängervereinigung 1842 Nieder-Olm schließt sich den Glückwünschen an ihren Ehrenvorsitzenden zu dieser wohlverdienten Auszeichnung an (Lx).

 

Pressemitteilung vom 26. September 2005

Mit Satelliten-Navi durch den Harz

 

Nieder-Olm. Erneut hatte die Sängervereinigung 1842 Nieder-Olm ein ausgesprochenes Glück mit dem Wetter; denn der Jahresausflug ging an drei Spätsommertagen in den Harz. In den frühen Morgenstunden ging die Busfahrt über die Autobahn direkt bis zum Nordharz in die alte Kaiserstadt Goslar. Dort nahmen die Teilnehmer an einer Stadtbesichtigung teil, bis sie das Mittagessen auf dem mittelalterlichen Marktplatz einnehmen konnten. Das alte Rathaus, die rund 800 Fachwerkhäuser und die Kaiserpfalz mit Domvorhalle zeugen von einer tausendjährigen deutschen Geschichte am Fußes des Rammelberges. Der Reichtum der Stadt Goslar war auch durch den Abbau von Silber begründet. Die Weiterfahrt führte mit dem im Bus installierten Laptop und mit Hilfe einer Navigationssoftware quer durch den Harz, bis zum Hotel und Restaurant "Am Stadtpark" in das thüringische Nordhausen am Südrand des Harzes.

 

Der zweite Tag führte wie konnte es für Nieder-Olmer Besucher anders sein zur letzten historischen Nordhäuser-Tradtionsbrennerei (unser Bild). Die Besichtigung der liebevoll geführten alten Kornbrennerei und Verkostung von verschiedenen Spirituosen im alten Kontor und im Museumsraum gehörten zur Pflicht. Der Brennraum ist originalgetreu erhalten geblieben. Beeindruckend sind die Brenneinrichtung aus dem Jahre 1908 und die lange Tradition von 500 Jahren Brennereigeschichte in Nordhausen, die durch das Haus ECKES fortgeführt wird. Auf der Fahrt nach Drei Annen Hohne gab es gleich zwei Überraschungen. Zunächst hat Olmena - Busfahrer Friedrich Weisrock die Teilnehmer mit Original Thüringer Bratwürsten am Grill "im Grünen" bewirtet und anschließend gab es ein Erlebnis ganz besonderer Art: eine Dampfzugfahrt mit der Harzer-Schmalspurbahn auf den 1.142 Meter hohen Brocken. Die Fahrt führte stetig bergauf und in zahllosen Kurven durch reizvolle Waldlandschaft über Schierke mit prachtvollen Ausblicken. Die Dampflok an der Zugspitze leistete dabei Schwerstarbeit, hörbar an den lauten Auspuffschlägen und sichtbar an dicken Dampf- und Rauchwolken aus dem Schornstein. Um 15 Uhr 45 wurde der hohe Gipfel erreicht. Nach dem Spaziergang auf dem Brockenplateau, bei großartiger, sehr guter Weitsicht, wurde die Talfahrt angetreten. Der Zug erreichte Drei Annen Hohne mit kleiner Verspätung, anschließend erfolgte die Rückfahrt in das Hotel nach Nordhausen.

 

Nach dem Frühstück des dritten Tages ging die Fahrt vorbei an der Rappodetalsperre über Blankenburg nach Quedlinburg, das im Jahre 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Mit seinem über 80 ha großen historisch bebauten Stadtkern gehört Quedlinburg zu den größten Flächendenkmalen in Deutschland. Die Einkehr in die Quedlinburger-Brauereigaststätte beendete den Harz-Aufenthalt. Um 15:00 Uhr wurde die Rückreise angetreten, die mit einem Kaffeerast und selbstgebackenen Kuchen unterbrochen wurde. Mit dem Dank an alle Helferinnen und Helfern, die zu dieser schönen Reise beigetragen haben kehrten alle Teilnehmer gegen 22:00 Uhr unfallfrei nach Nieder-Olm zurück (Lx).

Pressemitteilung vom 30. Oktober 2005

MOZART-REQUIEM in Nieder-Olm

 

Nieder-Olm. Ein in der Region nicht alltägliches geistliches Konzert wird demnächst von der Sängervereinigung 1842 Nieder-Olm, dem Evang. Kirchenchor Nieder-Olm und der Albiger Chorgemeinschaft geboten. Die mehr als 70 Sängerinnen und Sänger haben in gemeinsamen Proben (siehe Bild) intensiv an der Gestaltung des Requiems gearbeitet. Das Ergebnis verspricht eine eindrucksvolle Wiedergabe des MOZART-Werkes. Die Chöre hoffen, dass ihre Mühe durch einen regen Konzertbesuch belohnt wird. Die Aufführung findet statt am Sonntag, 20. Nov. 2005, Beginn 17:00 Uhr in der Kath. Kirche St. Georg Nieder-Olm. Eintrittskarten bei Kassierer Manfred Thumerer unter Telefon (0 61 36) 55 84 oder an der Abendkasse (Lx) 

Mainzer Rheinzeitung vom 10. November 2005

Sängerkreis Mainz ehrt verdiente Mitglieder

Die Herbsttagung des Sängerkreises Mainz in Ober-Olm wurde musikalisch vom Jugendorchester der MGV Cäcilia unter der Leitung von Josef Altmayer umrahmt. SK-Vorsitzender Paul Norbert Mayer verwies in seiner Ansprache auf die Projektstudie 2015 des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, in der besonders die Kinder- und Jugendarbeit hervorgehoben wird. Zudem standen Ehrungen an: 90 aktive Chormitglieder wurden mit Ehrennadeln und Urkunden für 25 bis 70 Jahre aktives Singen im Chor geehrt - unter anderem Elisabeth Breitmann aus Nieder-Olm (40 Jahre, Foto Links) und Heinrich Hertzer aus Mombach (Foto rechts}. Johann Kiebler aus Ober-0lm ist seit 70 Jahren aktiv dabei, war aber nicht anwesend. Zudem wurden neun Vorstandsmitglieder für 25, 40 und 50 Jahre Mitarbeit geehrt.
                        Fotos: Privat/Julia Raj

Allgemeine Zeitung vom 22. November 2005

Zwischen Trost und Schrecken

Sängervereinigung Nieder-Olm führt Mozart-Requiem in St. Georg auf

Von Uta Lehr

  NIEDER-OLM    Mit der Aufführung des Mozart-Requiems am Totensonntag hatte die Sängervereinigung Nieder-Olm so viele Musikfreunde in die Kirche Sankt Georg gelockt, dass Vorsitzender Edmund Laux mit großem Bedauern einige von ihnen wieder nach Hause schicken musste. Bänke, zusätzliche Stühle und das Platzangebot hinter dem Altar, das einen ganz besonderen akustischen Genuss bietet, reichten nicht für alle Interessenten aus.
   Eng wurde es vor dem Altar auch für die vielen Sängerinnen und Sänger der Sängervereinigung, des Evangelischen Kirchenchors, der Albiger Chorgemeinschaft, der Solisten und des Orchesters. Nachdem die Instrumentalisten mit der kurzen Einleitung des ernsten Requiem-Themas begonnen und sie mit herben Akkorden beendet hatten, setzten die Chorstimmen in einem von tiefer Trauer erfüllten Forte ein: "Requiem aeternam dona eis, Domine: et lux perpetua luceat eis" (Ewige Ruhe schenke ihnen, Herr: und das ewige Licht leuchte ihnen). Am Pult stand mit Christoph-Helmut Mahling ein Idealist, der durch Sachkenntnis und Überzeugungskraft den Laienchor dazu gebracht hatte, dieses mächtige Werk mit einem so großen Erfolg aufzuführen. Sein vorausschauendes Dirigat motivierte die Ensembles, die musikalischen Gedanken des Komponisten einfühlsam umzusetzen. Hier die angstvolle Erregung in der Vorahnung eines kommenden Schreckens in der Doppelfuge "Kyrie eleison - Christe eleison", dort das kraftvolle "Dies irae", mit dem das jüngste Gericht über die Menschen hereinbricht.    Wunderschöne Solostimmen wurden im "Tuba mirum" hörbar. Das majestätische Motiv der Posaune übernimmt der Bass (Paulus Christmann), der Tenor (Thilo Busch) singt das Thema in veränderter Form, der Alt (Barbara Arneke) klärt mit seinem Part die dunkle Stimmung langsam auf und fromme Zuversicht spiegelt sich im Gesang des Soprans (Katharina Wollitz). Mit der flehenden Bitte "Pie Jesu Domine, Dona eis requiem" aus dem "Lacrimosa" endet Mozarts Partitur. Die folgenden Stücke hat sein Schüler und Freund Franz Xaver Süßmayr nach den Anweisungen und Skizzen des Meisters beendet. Gebannt verfolgte das Publikum die Aufführung der Totenmesse, die in einer großen Doppelfuge endet. Es war ein bewegender Augenblick, als die letzten Töne verklungen waren, die Zuhörer sich langsam aus ihrer Anspannung lösten und ihrer Begeisterung in tosendem Applaus freien Lauf ließen. Dieser galt auch für die Einführungsstücke "Ave verum corpus", "Laudate Dominum" und die "Kirchensonate in C" von Mozart, in denen Chor, Orchester, die Sopranistin und Wolfgang Portugall an der Orgel mitwirkten.

 Die von Christoph-Helmut Mahling geleitete Aufführung, an der mehrere Ensembles mitwirkten, wurde vom begeisterten Publikum mit tosendem Applaus honoriert.
                                                        Foto: hbz / Jörg Henkel

Mainzer-Rhein-Zeitung - vom 23.11.2005

Nieder-Olmer Sänger glänzten mit Mozarts Requiem

Begeistertes Publikum in der Georgskirche - Gemeinschaftsprojekt von Sängervereinigung, Kirchenchor und Gästen aus Albig

NIEDER-OLM. Mit einem musikalischen Großereignis eilten die Sängervereinigung Nieder-Olm und der evangelische Kirchenchor dem Mozartjahr 2006 voraus. Sie hatten zusammen mit der Albiger Chorgemeinschaft und Gästen des Projektchores das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart einstudiert und sangen es unter Leitung von Professor Christoph-Helmut Mahling in der St. Georgskirche. Das Interesse daran war so groß, dass einige Zuhörer nur Stehplätze bekamen.
Bevor aber das große Werk erklang, gab es zum grandiosen Auftakt des Konzerts das "Ave verum corpus" für Chor und Orchester und das "Laudate Dominum" aus den "Vesperae solennes de Confessore". Bei beiden Mozartstücken kam bereits die große Klangfülle des Chors zur Geltung. Zu ihm gesellte sich bei dem "Laudate Dominum" die Sopranistin Katharina Wollitz, die nicht nur mit strahlender Höhe sondern auch mit profunder Tiefe und langem Atem aufwartete und sehr verinnerlicht die Legatolinien auskostete.
Ein weiteres Vorspiel gab das eigens für das Konzert zusammengestellte Orchester, das mit Wolfgang Portugall an der Orgel tänzerisch schwebend und kammermusikalisch herausgearbeitet eine Kirchensonate spielte. Es hatte auch wesentlichen Anteil am Hauptwerk des Konzerts.
Um die Entstehung der Mozartschen Totenmesse ranken sich viele Geschichten. Ob nun der Tod in Menschengestalt ihn aufsuchte oder ob es der Diener des Grafen von Walsegg-Stuppach war, der dem todkranken Komponisten den Auftrag und damit viele Seelenqual brachte? Fest steht, dass Mozart das Werk nicht vollendete. Häufig wird daher, wie in Nieder-Olm, die vervollständigte Fassung seines Schülers Franz- Xaver Süßmayr aufgeführt.
Als das Fagott das mystische Thema des "Introitus" anstimmte, wurden die Zuhörer sofort in den Bann der Bitte um "ewige Ruhe" gezogen. Der einsetzende Chor übernahm dann intensiv die gleiche Stimmung und bestand bei dem fugischen, mit Koloraturen beladenen "Kyrie" seine große Bewährungsprobe. Flexibel folgte der große Klangkörper den Intentionen des Dirigenten, wie bei "Rex tremendae" mit dem dreimaligen großen Aufschrei um Rettung und dem Rückzug ins Piano. Ähnliche dynamische Feinheiten gelangen ihm auch bei dem eindrucksvollen "Hostias". Insgesamt überzeugte er mit Stimmgewalt und Klangschönheit.
Die Solisten des Konzerts glänzten mit einer harmonischen Ensembleleistung: Neben der hervorragenden Katharina Wollitz (Sopran) gefiel die ausdrucksvolle Interpretation der Mezzosopranistin Barbara Arneke, die tragende und höhensichere Stimme des Tenors Thilo Busch und der warme Bass von Paulus Christmann.
Das begeisterte Publikum in der Kirche spendete allen Mitwirkenden am Ende viel Applaus.                                                       Roswitha Haub 

Pressemitteilung vom 18. Dezember 2005:

Bei der Jahresabschlussfeier am 16.12.05 im Camarahaus wurden Elisabeth Breitmann für 40 Jahre singende Tätigkeit im gemischten Chor und Franz Adler zum Ehrenmitglied für 50 Jahre fördernde Mitgliedschaft geehrt.

Herzlichen Glückwunsch des Vorstandes und aller Chormitglieder!

 

 

Unser Bild von links:    Vorsitzender Edmund Laux, Ehrenmitglied Franz Adler, Elisabeth Breitmann, Dirigent Prof. Dr. Christoph-Helmut Mahling und Bürgermeister Reinhard Küchenmeister

 

Dank für das Mozart - REQUIEM an Prof. Mahling 


Im Rahmen der Jahresabschlussfeier am 16. Dezember 2005 hat Vorsitzender Edmund Laux auch im Namen des Gesamtvorstandes dem Dirigenten Prof. Dr. Christoph-Helmut Mahling ausdrücklich für die im vergangenen Jahr erfolgreich geleistete Chorarbeit gedankt. Besonderen Dank für seine Mühe und seine qualitative Leistung bei Vorbereitung und Durchführung des Gemeinschaftskonzertes mit dem Evangelischen Kirchenchor Nieder-Olm und der Albiger Chorgemeinschaft in der Kath. Kirche St. Georg am 20. Nov. 2005.

Prof. Mahling ist es hervorragend gelungen mit den über 90 Sängerinnen und Sängern umfassenden Chor, den 24 Orchestermitgliedern, den Organisten und den vier Solisten das Mozart REQUIEM in der Süßmayer-Fassung einem begeisterten Publikum darzubieten (Lx).


Das Sängervereinigungs-Terzett



Zum Gelingen der Jahresabschlussfeier haben das GHG-Terzett (Gaby Brisch, Hans Stärk, Georg Schultheis) "mit dem richtigen Ton" beigetragen, am Flügel von Prof. Mahling begleitet.

Eine in der Form und im Ausdruck große Bereicherung für die anwesenden Gäste, das dem Abend seine eigene Note gab.

Wohl dem Chor, der solche Initiativen in seinem Chor hat (Lx).

 

Die Lokale Zeitung 12/05

Akzente der Todesangst und Zuversicht

Mozart-Requiem in der St. Georgskirche

NIEDER-OLM - Zu einer prachtvollen Aufführung des "Requiems" von Wolfgang Amadeus Mozart hatten die "Sängervereinigung" und der evangelische Kirchenchor in die St. Georgskirche geladen. Das Konzert fand so großen Zuspruch, dass jeder freie Platz in der Kirche zusätzlich bestuhlt werden musste und dennoch nicht alle Musikliebhaber eine Sitzgelegenheit fanden. Die Erwartungen der Zuhörer wurden von den beiden Chören mit Unterstützung der Albiger Chorgemeinschaft und Mitgliedern des Projektchores voll erfüllt. Vom Altarraum her präsentierte sich da unter der Leitung von Professor Christoph-Helmut Mahling ein harmonisch aufeinander eingestimmter Klangkörper mit erfreulich vielen Männerstimmen. Mahling gelang es, das Werk in differenzierter Dynamik einzustudieren. Er setzte Akzente der Todesangst bei dem "Salva me" (Rette mich), das den Atem stocken ließ und solche der christlichen Zuversicht im "Lux aeterna" (Das ewige Licht leuchte ihnen). Erstaunlich, wie geläufig auch chorische Koloraturen gelangen, in den Solopartien die Sopranistin Katharina Wollitz, die Altistin Barbara Arrake, der Tenor Thilo Busch und der Bassist Paulus Christmann zu hören, die sich gut in das Ensemble einfügten. Sie und der Chor wurden von dem "Orchester der Nieder-Olmer Kirchenmusiker" getragen und unterstützt. Neben seiner Totenmesse standen Mozarts "Ave Verum" und eine Kirchensonate auf dem Programm. Als besonderer Leckerbissen kam das "Laudate Dominum" hinzu, in dem sich die strahlende Stimme von Katharina Wollitz mit dem Chor mischte.            (HaR)